ERFAHRUNGSBERICHTE

Psychophonetik – 2 x Einzelsitzungen

Nicht immer ist es leicht, einen Entwicklungsschritt zu tun. Auch, wenn man möchte und  sich für sehr reflektiert hält. Das Cognitive kann begrenzen. Mit ihrer einfühlsamen Art und ihrem Wissen um die Psychophonetik ist es Frau Wellens gelungen, mich auf eine körperliche Reise zu schicken, die mir neue Erfahrungsräume und Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet hat. Die mir bislang nicht möglich waren. Ich schätze Frau Wellens sehr. Sowohl in ihrer Methodenkompetenz, die übrigens weit über Psychophonetik hinausgeht, ihre kreativen Ansätze und weitreichenden Erfahrungen, wie auch persönlich sehr.

S.S., Pforzheim, 2018

Der Weg des Künstlers – 2015

Ich habe in den letzten Wochen zweimal M. getroffen und einmal S. und wir haben über unseren gemeinsamen Künstlerweg gesprochen, den ich in ganz kostbarer Erinnerung halte. Er war endlos besonders und heilsam für mich, hab ich dir das je wirklich gesagt?
Aber natürlich kannst du die Naturwesen in mit den Federn bekommen. Was würde besser zu dir passen, als die mit dem zarten und reinen Gewand. Jetzt, wo ich dich so im Geiste danebenstelle fällt mir auf, dass ihr sehr diese Zart- und Verspieltheit und gleichzeitig aber auch eine Robustheit, fast Zähigkeit, gemeinsam habt.

P.H., Pforzheim, 2018

Psychophonetik – 1x Einzelsitzung 2016

Dann liebste Grüsse an Dich. Ich vergesse nicht eine Session bei Dir,
es war so besonders wie Du es gemacht hast.
Übrigens: bin zufrieden und erfolgreich, habe eine ganz tolle Ehe.

S.H. Bratislava

Dozentin „Intuitive Pädagogik“, Freie Hochschule Stuttgart, Studienwochen 2012/13

Als Gabriele mich darum bat doch ein kleines Resümee über die gemeinsame Arbeit während der Studienwochen am Seminar zu verfassen, war mein erster Gedanke: Das liegt jetzt aber schon sehr weit zurück. Und außerdem bin ich gerade in meinem Leben mit etwas ganz anderem beschäftigt, nämlich mit meiner Schwangerschaft und der sehr baldigen Geburt.

Doch schon der nächste Gedanke dazu fühlte sich wohlig warm an und war gar nicht fern. Ganz im Gegenteil, er war sehr präsent. Und ich gehe davon aus, dass keine Zeitspanne etwas daran ändern kann. Denn in der Tat, das war eine wirklich produktive, wie auch einschneidende Arbeit. Ich stieß auf Dinge und mir wurden Fragen gestellt, die ich mir nicht hätte ausdenken oder vorstellen können. Ja ich glaube sogar, dass, wenn ich viel später in meinem Leben zurück blicken werde, diese Arbeit gewissermaßen einen Wendepunkt darstellen würde. Auf längere Entfernung, oder mit mehr Abstand betrachtet, sieht man ja immer klarer.

Doch die eigentliche Frage von Gabriele lautete ja: Inwieweit hat unsere Arbeit am Seminar Einfluss auf die spätere Lehrertätigkeit?

In jeder Hinsicht hat sie Einfluss darauf. Denn hat sie mich nicht als Mensch verändert? Oh doch das hat sie. Ich möchte das nicht größer machen als es ist, aber eben auch nicht kleiner. Es hat mich verändert, meine Wahrnehmung, meine Sicht auf mich selbst, meine Sicht auf meine Umgebung und mein Empfinden dazu. Vor allem letzteres, das Empfinden mir selbst gegenüber und das Empfinden für meine Mitmenschen. Und das bezieht sich vorerst besonders auf meine Mitstudenten, die mit mir gemeinsam das Praxisjahr absolvierten. Nie hätte ich erahnen können, was es bedeuten kann sich in einer kleinen Gruppe so zu öffnen. Sich preiszugeben, ohne Angst nicht zu entsprechen. Und vor allem aber auch, wie anstrengend das ist und wie unverständlich es mir zunächst erschien.

Doch dem Unverständnis folgte die Neugierde, die Neugierde führte zu einer Offenheit, diese Offenheit war Nährboden, auf dem durch Geduld und Vertrauen so einiges gedeihen konnte. Was da gedieh war…ja was war es eigentlich? Wohl ein Gefühl für mich selbst. Nicht einfach nur irgendein Selbstgefühl, nein. Das ist etwas was tiefer geht, denn schließt es nicht unmittelbar an die eigenen Uhrängste an, an eben diese, die so tief sitzen, das man sie gar nicht kennt? Man erahnt sie vielleicht, doch sie sind unaussprechlich! Sie dürfen nicht angerührt werden, denn man glaubt, dann würde das Haus zusammenbrechen. Dann würden die schützenden Mauern einstürzen, all das was man so mühevoll über all die Lebensjahre aufgebaut hat, wäre im Nu nichts mehr.

Dieser Irrglaube ist so groß, er ist beängstigend und zerstörerisch. Wir sprachen mit Gabriele oft über diese „Monster“, die uns zerstören. Wir sprachen über sie und sie fühlten sich unwohl. Wir sahen sie an und sie wurden kleiner. Wir sprachen mit ihnen und sie bekamen Angst. Doch eines werden sie sicher nie tun. Sie werden niemals von unserer Seite und aus unseren Herzen weichen. Aber das müssen sie auch gar nicht. In dem wir um sie wissen ist der Kampf, das Spiel des Lebens eröffnet. Denn nur an ihnen können wir uns beweisen, nur an ihnen wachsen.

Und darin soll auch meine vorläufige Antwort auf Gabrieles Frage liegen. Denn dadurch, dass mir dieser riesiger Berg meiner eigenen Ängste begegnet ist, dadurch, dass ich diesen Kampf mit mir selbst gekämpft habe, habe ich gelernt damit umzugehen. Diesen Ängsten zu begegnen und sie mir zu erlauben.

Wenn ich nun vor den Schülern stehe, so weiß ich um die Verantwortung die ich trage. Ich weiß aber auch um eben jene andere Seite meiner selbst, die es mir erlaubt Schwächen zuzulassen. Bei mir selbst, jedoch auch bei meinen Schülern. Diese Schwächen des Menschen, die zum Leben dazu gehören dürfen wie die Stärken eben auch. Und so lastet diese Verantwortung nicht schwer auf mir. Sie verlangt mir einiges ab, manchmal sogar all die Energie die ich zu haben glaube. Aber gleichzeitig erhebt sie mich und mit mir diese jungen Menschen. Ich wusste vorher nicht, dass Verantwortung etwas so schönes sein kann. Es ist in Bewegung, es ist am werden. Es ist geteilt worden und vor allem ist es in mein Bewusstsein gehoben. Es ist ein ewiges Werden das wir mit, den uns anvertrauten Schülern, erleben. Und dieses Werden und Wachsen am eigenen Selbst durfte ich auf eine ganz besondere Art und Weise mit Gabriele in den Studienwochen erleben. Das ist alles.

Und an dieser Stelle möchte ich mich bei dir, liebe Gabriele, noch einmal von ganzem Herzen bedanken. Für mich warst du zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

R. (2014)

Studierende im Praxisjahr (SIPs) absolvieren die Studienphase an Waldorfschulen in Baden- Württemberg. Das Praxisjahr beinhaltet auch zwei zweiwöchige Arbeitswochen in der Freien Hochschule Stuttgart.